Der Papst in Lourdes

Besuch von Papst Leo XIV. in Lourdes am 27. September 2026

Der Wallfahrtsort Notre-Dame de Lourdes wird die Freude und Ehre haben, Seine Heiligkeit Papst Leo XIV. am Sonntag, dem 27. September 2026, zu empfangen. Im Rahmen seiner Apostolischen Reise nach Frankreich wird er als Pilger unter Pilgern sein.

Programm der Frankreichreise

Das genaue Programm dieser Reise, bei der der Papst die katholischen Gläubigen ermutigen und das gesamte französische Volk treffen wird, befindet sich derzeit in Ausarbeitung. Die drei Etappen stehen nun fest: Papst Leo XIV. wird am 25. und 26. September nach Paris, am 27. September nach Lourdes und am 28. September nach Metz reisen.
Lesen Sie die Erklärung von Kardinal Jean-Marc Aveline, Präsident der französischen Bischofskonferenz. 

Weitere Informationen unter www.pape-france.fr

Programm in Lourdes (in Kürze)

Als Pilger unter Pilgern wird der Papst am Sonntag, dem 27. September, die Grotte von Massabielle besuchen und am Nachmittag eine für alle zugängliche Heilige Messe unter freiem Himmel auf der großen Wiese (prairie) des Heiligtums feiern.Als Pilger unter Pilgern wird der Papst am Sonntag, dem 27. September, die Grotte von Massabielle besuchen und am Nachmittag eine für alle zugängliche Heilige Messe unter freiem Himmel auf der großen Wiese (prairie) des Heiligtums feiern.

Vierter Besuch eines Papstes in Lourdes

Es handelt sich um den vierten Besuch eines Papstes in Lourdes. Der heilige Johannes Paul II. besuchte den Ort zweimal, 1983 und später 2004, anlässlich des 150. Jahrestags der Verkündigung des Dogmas zur Unbefleckten Empfängnis. Papst Benedikt XVI. schrieb anschließend mit seinem Besuch im Jahr 2008 anlässlich des 150. Jahrestags der Erscheinungen der Jungfrau Maria vor Bernadette Soubirous Geschichte in der Wallfahrtsstätte. Der Besuch von Papst Leo XIV. reiht sich in diese Tradition ein.

Als französisches Nationalheiligtum und regelmäßiger Tagungsort der Vollversammlungen der französischen Bischöfe strahlt das Heiligtum weit über die Grenzen hinaus und empfängt jedes Jahr mehrere Millionen Pilger aus aller Welt (4 Millionen im Jahr 2025). Als Ort des Gebets, des Trostes und der Hoffnung ist Lourdes ein Ort geschwisterlicher Begegnung, an dem kranke und gebrechliche Menschen einen zentralen Platz einnehmen. Der Besuch des Heiligen Vaters unterstreicht diese universelle Dimension des Heiligtums von Lourdes, an den jeder kommt, um Trost und Hoffnung zu finden.

Eine dritte Pilgerreise nach Lourdes für Papst Leo XIV

Die Verbindung von Papst Leo XIV. zu Unserer Lieben Frau von Lourdes ist tief und persönlich. Bei der Privataudienz am 26. Juni 2025, konnten Mgr. Jean-Marc Micas, Bischof von Tarbes und Lourdes, und Pfarrer Michel Daubanes, Rektor des Heiligtums von Lourdes, dem Heiligen Vater eine offizielle Einladung übergeben, woraufhin dieser von seinen beiden Besuchen berichtete: zunächst im Alter von 19 Jahren und dann im Alter von 29 Jahren, als er bereits Jungpriester war. Eine langjährige Verbundenheit, die im Laufe der Jahre immer wieder durch seine treue Marienverehrung genährt wurde. Diese spirituelle Nähe zeigte sich deutlich während des Gesprächs, in dem Bischof Jean-Marc Micas „die Ausstrahlung, die Aufmerksamkeit und das Gedächtnis“ des Heiligen Vaters einschätzen konnte. Er betonte, dass „der Heilige Vater sehr präzise Fragen stellt, um alles genau zu verstehen, auf wichtige Punkte eingeht und echte Anteilnahme an der Situation unserer Diözese und des Heiligtums von Lourdes zeigt“. Der Bischof berichtet auch, dass er „eine echte Verbundenheit und den Wunsch, dorthin zurückzukehren“ wahrgenommen habe, und fügt hinzu: „Hinter seiner offiziellen Funktion habe ich einen Hirten kennengelernt, der von seiner Mission beseelt, aufmerksam und zutiefst auf Christus und die Kirche ausgerichtet ist“.

Lourdes und der neue Papst – eine tiefwurzelnde Verbindung

Seit Beginn seines Pontifikats hat Papst Leo XIV. mehrmals die Nachbildung der Grotte von Lourdes in den Vatikanischen Gärten aufgesucht. Dort hat er insbesondere am 31. Mai 2025, dem Fest der Heimsuchung, sowie am 11. Februar dieses Jahres anlässlich des Festes Unserer Lieben Frau von Lourdes und zugeleich dem Weltgebetstag der Kranken, Einkehr gehalten. Diese Gebetsmomente zeugen von einer tiefen spirituellen Verbundenheit mit der Botschaft von Lourdes, die sich auf das Mariengebet, die Bekehrung und eine besondere Zuwendung zu den Kranken, die im Heiligtum so gegenwärtig sind, konzentriert. Sie sind auch Ausdruck der Anerkennung für den demütigen und treuen Dienst der Hospitaliers und all jener, die ihnen dienen – ein konkretes Zeichen der Nächstenliebe der Kirche und ein lebendiger Ausdruck des Evangeliums gegenüber den am meisten Leidenden.

Pape Léon XIV à la grotte du Vatican, le 11 février 2026 (fête de Notre-Dame de Lourdes) - ©Vatican-Media

Lourdes und die Päpste

Die Päpste haben stets großes Interesse an Lourdes gezeigt und darin ein Zeichen der Vorsehung und eine Quelle spiritueller Erneuerung für die Kirche gesehen.

• Pius IX., der zum Zeitpunkt der Erscheinungen Papst war, erkannte 1854, vier Jahre vor den Ereignissen in Lourdes, das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis an, was dem Zeugnis von Bernadette große Legitimität verlieh.

• Leo XIII. förderte nachdrücklich die Marienverehrung in Lourdes und genehmigte mehrere Gebete und Ablässe im Zusammenhang mit dem Heiligtum.
• Der heilige Pius X. leitete den Seligsprechungsprozess für Bernadette ein, die 1925 seliggesprochen und 1933 unter Pius XI. heiliggesprochen wurde.
• Johannes Paul II. schrieb jüngste Geschichte, als er Lourdes 1983 und 2004 trotz seiner fortgeschrittenen Krankheit besuchte. Johannes Paul II. war in Lourdes unter den Kranken, die als Pilger dorthin kommen.
• Auch Benedikt XVI. unternahm 2008 anlässlich des 150. Jahrestags der Erscheinungen eine Pilgerreise dorthin. Dort betonte er die Bedeutung der Stille und des Gebets, die im Zentrum der Erfahrung von Lourdes stehen.
• Papst Franziskus hat, obwohl er nicht persönlich vor Ort war, oft liebevoll von Lourdes gesprochen und dabei die Aufmerksamkeit für die Armen, Kranken und Schwachen hervorgehoben. Er hing sehr am Lourdes-Wasser, wie Bischof Jean-Marc Micas im April 2025 anlässlich seines Todes bezeugte: „Als ich ihn zusammen mit dem Rektor des Heiligtums das letzte Mal in Rom begegnete, schenkte man ihm eine kleine Plastikmadonna, gefüllt mit Lourdes-Wasser. Und während unseres Gesprächs sagte er uns dreimal, wie sehr er uns dafür dankte, dass wir ihm das mitgebracht hatten, und dass er sich jeden Tag Wasser aus der Grotte von Lourdes auf den Körper auftrug – er zeigte uns sein Herz.“
Sieben Kardinäle, die ab 1914 Päpste wurden, waren vor ihrer Wahl aauf Wallfahrt hierher gekommen. Bereits in den 1890er Jahren war dies bei den späteren Päpsten Benedikt XV. (1914–1922) und Pius XI. (1922–1939) der Fall. Es war Pius XI., der die Seherin von Lourdes am 14. Juni 1925 seligsprach und am 8. Dezember 1933 heiligsprach. Der spätere Pius XII. (1939–1958) kam 1935 nach Lourdes. Er widmete Lourdes eine Enzyklika mit dem Titel „Die Wallfahrt nach Lourdes“, die am 2. Juli 1957 veröffentlicht wurde. Kardinal Angelo Roncalli reiste nach Lourdes, bevor er Papst Johannes XXIII wurde, als er noch Apostolischer Nuntius in Paris war. Er kam nach Lourdes, um die Basilika St. Pius X zu konsekrieren, die anlässlich des 100. Jahrestags der Erscheinungen (1958) erbaut worden war. Der spätere Paul VI. (1963–1978) besuchte Lourdes zweimal, 1958 und 1962, während der spätere Johannes Paul I. (August–September 1978) 1975 eine Pilgerreise dorthin unternahm.

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