Willkommen im Heiligtum Notre-Dame de Lourdes

Das Büro für ärztliche Feststellungen

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Büro für medizinische Befunde
Heiligtum Notre-Dame de Lourdes
65108 Lourdes Cedex Frankreich
Tel.: +(33) 05 62 42 79 08
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Die Geschichte des Büros für medizinische Befunde

Bertrand-Sévère Laurence, Bischof von Tarbes verwendete bei der Unterzeichnung seines Erlasses (Mandement du 18 janvier 1862) vom 18. Januar 1862, zur Beurteilung der Echtheit der Erscheinungen von Lourdes, drei Kriterien, um zu beurteilen, dass die Unbefleckte Empfängnis Bernadette Soubirous tatsächlich erschienen war:
– die Zuverlässigkeit der Seherin,
– die geistlichen Früchte,
– die medizinischen Heilungen.
Am selben Tag (dem 18. Januar 1862) erklärte er per Dekret sieben von Hunderten von Heilungen, die von Professor Henri Vergez begutachtet worden waren, zu Wunderheilungen.

Auf Wunsch des der Ordensgemeinschaft von Garaison angehörenden P. Rémi Sempé, dem ersten Rektor des Heiligtums, gründete Dr. Georges-Fernand Dunot de Saint-Maclou 1883 das Büro für medizinische Feststellungen, damit niemand aus Lourdes abreiste und behauptete, „geheilt“ zu sein, ohne seine Heilungsgeschichte einer strengen und kollegialen medizinischen Überprüfung unterzogen zu haben. Auf diese Weise schuf er aus einer Einrichtung zur Beratung, die er seit dem Jahr 1879 punktuell einberufen hatte, eine Dauereinrichtung.

Ein Brief des Erzbischofs von Cagliari, Vincenzo Gregorio Berchialla, der von Rom aus am 3. September 1886 an Dr. Dunot de Saint-Maclou gerichtet war, berichtet, dass Papst Leo XIII. den strengen Verfahren des Büros zustimmte (1).

Nach dem Tod von Dr. Dunot de Saint-Maclou (++1891) ernannte im Jahr 1892 der Bischof der Diözese Tarbes Dr. Gustave Boissarie als neuen ständigen Arzt und damit als den Vorsitzenden des Bureau des Constatations.

1904, anlässlich der Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag des Dogmas von der Unbefleckten Empfängnis, reiste der Bischof von Tarbes, François-Xavier Schoepfer, mit einer offiziellen Delegation, der auch Dr. Boissarie angehörte, nach Rom. Bei dieser Gelegenheit wurden einige relevante Fragen im Hinblick auf die Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der Erscheinungen mit dem Apostolischen Stuhl erörtert.

Im Jahr 1905 wurde dem Bischof von Tarbes – als Hüter der Grotte – vom Heiligen Stuhl das Recht bestätigt, die Verfahren des Büros für medizinische Feststellungen zu nutzen, um die gemeldeten Heilungen zu untersuchen. Dieses Recht gilt auch heute noch.

Die zwei Bedeutungen des Begriffs „Büro für medizinische Feststellungen“.

1) Zunächst bezeichnet er ein Büro im Heiligtum mit ständigen Mitarbeitern, darunter ein praktizierender Arzt, der die Meldungen entgegennimmt und mit einer Untersuchung und Sichtung beginnt. Der aus Italien stammende Dr. Alessandro de Franciscis, ist demnach der 15. Vorsitzende des Büros. Er hat sein Amt 2009 angetreten.

2) Wenn der Fall ernst zu sein scheint, beruft der Arzt zu ein Konzilium ein d.h. zu einem Arbeitstreffen zur „Besprechung eines klinischen Falles“, an dem alle in Lourdes anwesenden Ärzte und Pflegekräfte ungeachtet ihrer religiösen Überzeugungen teilnehmen können.

Heute sind die meisten Ärzte und Pflegekräfte, die nach Lourdes kommen, Mitglieder der Internationalen Ärztevereinigung Unserer Lieben Frau von Lourdes (Association Médicale Internationale de Notre-Dame de Lourdes). Am 6. September 1925 gab das Journal de la Grotte, das offizielle Magazin der Wallfahrtsstätte und des „Bureau des Constatations médicales“, die Gründung einer „Association Médicale de Notre-Dame de Lourdes“ bekannt, die von Monsignore François-Xavier Schœpfer und Dr. M. Petitpierre, dem Interimspräsidenten des „Bureau des Constatations médicales“, beschlossen worden war. Unter dem Titel „Die AML ist gegründet – für alle katholischen Ärzten, die an den Wallfahrten nach Lourdes teilnehmen oder sich direkt für die Heilungen von Lourdes interessieren, – wird eine Vereinigung gegründet, deren Ziel es ist, die Beziehungen zwischen all diesen Brüdern zu festigen und so das Studium der Tatsachen von Lourdes zu erleichtern. (…) Die Existenz dieser Vereinigung wird die Arbeit des Büros für medizinische Feststellungen, das wie bisher allen Ärzten, ob katholisch oder nicht, offensteht, nicht verändern“. (2).

Dr. Auguste Vallet, ordentlicher Präsident des Büros (1927-1947), „ergriff sehr bald nach seiner Ankunft die Initiative (…), die Association Médicale de Notre-Dame de Lourdes in eine „Internationale“ Vereinigung (…) umzuwandeln, die zur Association Médicale Internationale de Lourdes – besser bekannt unter der Abkürzung A.M.I.L. – wurde, um alle Ärzte aus allen Kontinenten miteinander zu verbinden, die nach ihrem Aufenthalt im Heiligtum mit Lourdes in Verbindung bleiben möchten. Diese Maßnahme war erforderlich, und man kann die Gründe dafür leicht verstehen: Es war (und ist zweifellos immer noch) notwendig, dass die Zugehörigkeit der Kandidaten und ihrer freien Willensäußerungen bekannt werden. Von Anfang an erforderte diese Gründung die Einrichtung eines Bulletins, eines vierteljährlich erscheinenden Magazins dessen erste Ausgabe bereits im Februar 1928 erschien und das seither praktisch ununterbrochen erschienen ist“ (3).

Die AMIL umfasst folgende Verbände: die APIL (Association Pharmacienne Internationale de Notre-Dame de Lourdes – für Apotheker) gegründet 1935, die ADIL (Association Dentaire Internationale de Notre-Dame de Lourdes, für Zahnmediziner gegründet 1991, die AILACS (Association Internationale de Notre-Dame de Lourdes des Auxiliaires des Corps de Santé, für Sanitäter, gegründet 1993 und die AIIL (Association Infirmière Internationale de Notre-Dame de Lourdes , Krankenschwestern und Pfleger, gegründet 2014. Der Vorsitzende des Büros für vor- medizinische Feststellungen ist der Vorsitzende der AMIL. Der Sitz der AMIL befindet sich im Bureau des Constatations médicales (Büro für medizinische Feststellungen).
Ein Medizinisches Komitee von Lourdes wurde 1947 von Monsignore Pierre-Marie Théas, Bischof von Tarbes und Lourdes, und Dr. François Leuret, Präsident des Büros für medizinische Feststellungen, gegründet, wobei Doktoren oder Professoren konsultiert wurden, die alle in ihren jeweiligen Fachgebieten herausragend waren. 1954 wünschte der Bischof, dass das Komitee eine internationale Dimension annimmt. Die Mitglieder des Internationalen Medizinischen Komitees von Lourdes sind damit beauftragt, zu begutachten und gegebenenfalls zu „bescheinigen“, dass die vom Büro für medizinische Feststellungen von Lourdes als „unerklärlich“ erklärte Heilungsart tatsächlich „nach dem gegenwärtigen Stand der Wissenschaft unerklärlich“ ist (4).

Das Internationale Medizinische Komitee von Lourdes (C.M.I.L.) besteht aus etwa dreißig Mitgliedern. Derzeit wird es gemeinsam von Jean-Marc Micas, Bischof der Diözese Tarbes und Lourdes, und Professor Olivier Jonquet, einem seiner Mitglieder, der vom Bischof für eine verlängerbare Amtszeit ernannt wird, geleitet. Der Präsident des Büros für medizinische Befunde in Lourdes ist der Sekretär des Komitees.

(1) Brustolon A., Georges-Fernand Dunot de Saint-Maclou – Il Dottore della Grotta © 2014 Editrice Velar, Gorle (BG), Seiten 443-52
(2) Journal de la Grotte, Lourdes, Dimanche 6. September 1925, Seite 1 und 3
(3) Dr. Théodore Mangiapan, Guérisons de Lourdes – Étude historique et critique depuis l’origine jusqu’en 1990 © 2010 NDL Editions, Lourdes, (Nouvelle Edition), Seite 194
(4) Bischof Jacques Perrier, Expliquez-moi les miracles © 2011 NDL Editions, Lourdes, Seite 70

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