Am 2. März 1858: Eine Kapelle und eine Prozession

Gegen Ende der fünfzehn Tage brachte Bernadette diese Botschaft mutig zu Pater Peyramele: „Gehen Sie zu den Priestern und sagen Sie Ihnen, man möge hier eine Kapelle errichten und hierher in Prozession kommen.“
Sie wurde vom allzu bekannten und schlagartigen Zorn des Pfarrers empfangen, einem alles im allem großzügigen, aber heißblütigem Mann.
Er war innerlich zerrissen: angezogen von diesen Erscheinungen, deren Nutzen sich im Zustrom zum Beichtstuhl und Bekehrungen sich aufdrängte; Und besorgt, weil die Presse und die bürgerliche Gesellschaft sich über diesen kurzfristigen Hyphe um eine „Spinnerin“ lustig machten.
Kaum hatte sie das Wort „Prozession“ ausgesprochen, ergoss sich eine Lawine über sie. Sie musste weggehen, ohne ihren Mund wieder öffnen zu können. Doch noch am selben Tag kehrte sie zurück.
Der Pfarrer von Lourdes wollte nur eines wissen: den Namen der Dame. Zudem erfordert er einen Beweis: den Rosebusch der Grotte mitten im Winter erblühen zu sehen. (René Laurentin und Dom Bernard Billet. „Lourdes“)

„Die Bitte, eine Kapelle zu errichten, eröffnet also die Möglichkeit für die Feier der Sakramente der Kirche, die alle die Feier des neuen und ewigen Bundes sind, der am Kreuz im Blut Jesu Christi, des Erlösers der Welt, besiegelt ist. Durch diese Aufforderung, ein Hei- ligtum zu bauen, entfaltet sich der Schatz der Grotte, die Quelle, durch die Verkündigung des Wortes im Herzen des Heiligtums. (Beiheft zum Jahresthema, S. 17)

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Zur Betrachtung

Hätten Sie die Güte hierherzukommen …“, sagte die Allerseligste Jungfrau Maria zu Bernadette. Diese diskrete Einladung, die sich nicht aufzwingt, das Herz anspricht und behutsam um eine freie und großherzige Antwort bittet, schlägt die Muttergottes ihren Kindern Frankreichs und der Welt erneut vor. Ohne sich aufzudrängen, drängt sie sie, sich aus dem Ursprung zu erneuern und mit aller Kraft sich für das Heil der Welt einzusetzen. Christen werden sich diesen Ruf nicht verschließen; sie werden zu Maria gehen. Und jedem von ihnen möchten wir am Ende dieses Briefes mit dem heiligen Bernhard sagen: „In Gefahren, Ängsten und Zweifeln, denkt an Maria, ruft Maria an. Folgst du ihr, ist es unmöglich, in die Irre zu gehen, bittest du sie, so wirst du nicht entmutigt zu werden; denkst du an sie, so wirst du dich nicht irren.
Halte deine Hand an ihrer, so kommst du nicht zu Fall; unter ihrem Schutz, befällt dich keine Angst; unter ihrer Führung überfällt dich keine Müdigkeit; Mit ihrer Unterstützung gelangst du ans Ziel.“ (Predigt II über die Jungfrau Maria). Aus der Enzyklika Seiner Heiligkeit Papst Pius XII „Die Wallfahrt von Lourdes“, 2. Juli 1957 („Die Wallfahrt von Lourdes“, 2. Juli 1957)

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